{"id":7,"date":"2014-05-21T20:19:58","date_gmt":"2014-05-21T20:19:58","guid":{"rendered":"http:\/\/kanzlei-strueber.de\/neu\/?p=7"},"modified":"2014-05-22T01:34:41","modified_gmt":"2014-05-21T23:34:41","slug":"bundesgerichtshof-kippt-mietvertragsklausel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kanzlei-strueber.de\/?p=7","title":{"rendered":"Bundesgerichtshof \u201ekippt\u201c Mietvertragsklausel"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hunderttausende von Mietvertr\u00e4gen in Deutschland betroffen<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDauerbrenner\u201c bei Mietrechtsauseinandersetzungen ist die Frage, ob und welche Sch\u00f6nheitsreparaturen der Mieter am Ende des Mietverh\u00e4ltnisses ausf\u00fchren muss bzw. f\u00fcr welche \u201eAbwohnung\u201c er evtl. Zahlung leisten muss. In zahlreichen Mietvertragsformularen wird versucht, g\u00fcnstige Regelungen f\u00fcr die eine oder andere Seite zu finden. Das gelingt nicht immer. Und so hat der Bundesgerichtshof (Urteil vom 29.05.2013; VIII ZR 285\/12) in einer neueren Entscheidung einmal mehr eine solche Klausel f\u00fcr unwirksam erkl\u00e4rt:<\/p>\n<p>In sogenannten \u201eQuotenabgeltungsklauseln\u201c versuchen Vermieter, sich anteilige Renovierungskosten f\u00fcr die Zeit der \u201eAbwohnung\u201c der Mieter erstatten zu lassen (was bei korrekter Vertragsgestaltung grunds\u00e4tzlich auch m\u00f6glich ist). Dabei trifft man in vielen Mietvertragsformularen auf folgende Klausel: \u201eBerechnungsgrundlage ist der Kostenvoranschlag eines vom Vermieter auszuw\u00e4hlenden Malerfachgesch\u00e4fts.\u201c<\/p>\n<p>Diese Klausel ist aber, so der Bundesgerichtshof jetzt, unwirksam. Sie ist unangemessen, mehrdeutig und unverst\u00e4ndlich. Sie f\u00fchrt zu der unrichtigen und unzul\u00e4ssigen Annahme, dass ein Kostenvoranschlag, den der Vermieter besorgt hat, bindend sei, und der Mieter deshalb keine M\u00f6glichkeiten haben k\u00f6nnte, Einwendungen gegen die H\u00f6he der im Voranschlag angesetzten Kosten zu erheben. Die Unwirksamkeit der Klausel kann unter Umst\u00e4nden sogar dazu f\u00fchren, dass der Mieter beim Auszug weder renovieren, noch anteilige Renovierungskosten zahlen muss.<\/p>\n<p>Der deutsche Mieterbund geht in einer Pressemeldung davon aus, dass in Deutschland diese oder \u00e4hnliche Klauseln in Hunderttausenden von Mietvertr\u00e4gen verwandt worden sind.<\/p>\n<p>Die Rechtslage zu den Renovierungen im Mietrecht bleibt weiterhin kompliziert. Ohne Einholung eines fundierten Rechtsrats ist sie den juristischen Laien kaum noch einsch\u00e4tzbar. Idealerweise l\u00e4sst sich ein Vermieter bereits bei Abfassung des Mietvertrags beraten. Ein Mieter sollte sp\u00e4testens dann Rechtsrat einholen, wenn er mit einer Forderung wegen Sch\u00f6nheitsreparaturen konfrontiert worden ist.<\/p>\n<p><em>Hubertus Str\u00fcber<\/em><br \/>\n<em> Rechtsanwalt<br \/>\nFachanwalt f\u00fcr Arbeitsrecht<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hunderttausende von Mietvertr\u00e4gen in Deutschland betroffen \u201eDauerbrenner\u201c bei Mietrechtsauseinandersetzungen ist die Frage, ob und welche Sch\u00f6nheitsreparaturen der Mieter am Ende des Mietverh\u00e4ltnisses ausf\u00fchren muss bzw. f\u00fcr welche \u201eAbwohnung\u201c er evtl. Zahlung leisten muss. In zahlreichen Mietvertragsformularen wird versucht, g\u00fcnstige Regelungen f\u00fcr die eine oder andere Seite zu finden. Das gelingt nicht immer. 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